52 WEEKS CHALLENGE – 10

Woche 10 : Spiegel

„Bereits um 3.000 v. Chr. gab es in Mesopotamien die ersten von Menschen hergestellten Spiegel. Man polierte Bronze so lange, bis das Metall zu spiegeln begann. Davor hat man wohl Schalen voller Wasser genutzt, um sich selbst betrachten zu können. “ – Ich bediene mich hier dem Einleitungstext aus dem Artikel bei kwerfeldein.de. Nicht, weil ich zu faul bin selbst zu recherchieren – zumal ich wohl nichts anderes zu berichten wüsste – nein, ich finde es einfach genial wie lang sich der Mensch bereits damit auseinandersetzt sich selbst betrachten zu können.

Wenn man bewusst durch die Strassen läuft und nach spiegelnden Oberflächen Ausschau hält, dann muss man eigentlich nicht danach suchen. Überrall, an jeder Strassenecke gibt es neben spiegelnden Fenstern noch Autos auf Hochglanz poliert, Strassenspiegel die spannende Blickrichtungen preisgeben können, hochglänzende Metallflächen an Fensterrahmen, Autospiegel, Sonnenbrillengläser und noch so viel mehr. Sogar die Natur gibt uns durch Pfützen die Möglichkeit unsere Umgebung im Spiegelbild zu betrachten. Es scheint, als würden wir die Welt als Ganzes spiegeln wollen.

So hatte ich mir unzählige Ideen im Kopf zusammengestellt. Zum Teil künstlerisch mit zerbrochenen Spiegelstücken. (Das Motiv werde ich bestimmt noch einfangen.) Doch mein Alltag hat meine Ideen auf die Seite geschoben und mir ganz zufällig diese Fassade vor die Linse gestellt. Die Sonne schob langsam aber stetig die Regenwolken zur Seite und liess die Fassade mit tiefblauen Flecken erstrahlen. Ein „Schnappschuss“ der durch seine Dimension Eindruck macht.


Wo entdeckst Du Spiegelbilder ?

10. Spiegel – heaven

 

Norwegen im Winter – Tromsø

Es ist Ende Februar. Zu Hause sind es bereits zweistellige Tagestemperaturen und morgens holen einem die Vögel mit ihrem Singsang aus den Federn. Aber nicht so im hohen Norden Norwegens. Tromsø ist unser Ziel.

Flug nach Tromsø

Tromsø liegt 350 Kilometer nördlich des Polarkreises und ist die größte Stadt Nordnorwegens. Hierher kommen vor allem Reisende, die sich einen Blick auf das Nordlicht erträumen. Die Saison für das Naturspektakel dauert von September bis März. Aktuell sehen wir davon genau nichts. Es ist bewölkt, immer wieder Schneeregen der einem durch den starken Südwind wie Nadelstiche ins Gesicht peitscht. Unwirklicher kann es gar nicht sein. Und trotzdem hat es seinen Reiz. Oder genau deswegen ?

Auffallend: Ist es bei uns zu Hause bewölkt, stürmisch mit Schneeregen und man entschliesst sich eine Runde durch die Strassen zu laufen, dann hat man den grössten „Spinner-Stempel“ auf der Stirn und wird argwöhnisch angeschaut…Hafenbecken Tromsø

 

Hier ist das egal. Die Strassen von Tromsø sind von Touristen aber auch Norwegern gut gefüllt, die Cafés und Pubs sind voll besetzt, und selbst am Hafen, wo einem der Wind erst Recht um die wollbedeckten Ohren pfeift, tummeln sich auch die letzten „Verrückten“ die dem Wetter trotzen und bestaunen das Hurtigruten- Schiff, das mit lautem Hornen gerade am Pier einläuft.

PSX_20200223_160437So kalt, nass und unfreundlich sich das auch anhören mag. Diese kurzen Momente wenn der Himmel sich öffnet und ein Stückchen blau hervorlugt, ja wenn sogar ein paar Sonnenstrahlen die von festgefahrenem Schnee bedeckten Strassen erhellen, diese Momente sind die schönsten und dafür lohnt sich ein Ausflug bei widrigem Wetter vor die Türe.