foto zumstein fotokurs

Fotografie begleitet mich seit frühester Kindheit. Mit mehr oder weniger langen Unterbrüchen faszinierte mich die Welt der Lichtmalerei. Wie Fotografie funktioniert (für mich eines der wichtigsten Grundlagen um Fotografie umsetzen zu können) lernte ich von meinem Vater. Meine Bilder haben heute eine deutlich andere Qualität als noch vor mehr als 20 Jahren. Sie sind räumlicher und bewusster gewählt. Doch immer wieder betrachte ich ein Bild und es fehlt dieses „wow“. Um dieses „wow“ erreichen zu können, entschied ich mich, einen Fotokurs  zu besuchen.

Foto Zumstein bietet u.a. Fotokurse auf ihrer Webseite an. Und dort stand für Anfang Oktober ein Kurs zum Thema Landschaft ausgeschrieben. Die Anreise ist für mich nicht eben mal ein Katzensprung, denn der Kurs fand im Naturpark Gantrisch südlich von Bern statt.

Pünktlich gegen 9.ooh am Morgen, knapp über der Nebelgrenze trafen wir uns. Ein kleines Grüppchen von gerade mal 3 Kursteilnehmern und dem Kursleiter Christoph Bürki. Wir hofften auf stabiles Wetter und die wenigen blauen Himmelslücken die sich den Platz mit Nebel und Wolken steitig machten liessen uns hoffen. Nach einer kurzen und sehr symphatischen Begrüssung, machten wir uns mit gepacktem Rucksack und Stativ auf den Weg.

Bereits nach wenigen Schritten fing der „Unterricht“ auch schon an. Ich muss gestehen, ich hätte an dieser Stelle kein Foto geschossen. Mir schien der Vordergrund zu unruhig und ich hätte das Potential in dem Foto nicht erkannt. Es gestaltete sich schwierig, denn der hohe Kontrast durch den grauen Himmel der von diffusen Sonnenstrahlen unterbrochen wurde und der im Schatten liegende Vordergrund machten die Wahl der richtigen Belichtung zur Herausforderung. Doch Christoph zeigte sich als sehr kompetenter und vor allem geduldiger Kursleiter, der sein Handwerk versteht.

Ich durfte durch den Kurs nicht nur erfahren, was Landschaftsfotografie bedeutet – denn Landschaft ist durchaus nicht „nur“ Weite, sondern sie zeigt sich auch im Kleinen oder in Ausschnitten. Somit wäre das zu Hause gebliebene Makroobjektiv alle Mal von Nutzen gewesen. Christoph zeigte uns, dass Landschaft auch im Versteckten zu Hause ist. Plätze, die auf dem ersten Blick uninteressant wirkten, zeigten durch das „Hineinblicken“ plötzlich verzauberte Orte. Diese Wirkung wurde durch den mittlerweile ausbreitenden Nebel unterstrichen. Ich muss zugeben, bei dem Wetter wär ich sonst zu Hause geblieben und hätte meine Kamera trocken und sicher im Regal bestaunt, anstatt zwischen Heidelbeerbüschen und Hochmoor kriechend nach passenden Motiven zu suchen. Aber der Einsatz und die violetten Flecken auf meinen Hosen haben sich durchaus gelohnt.

Christoph lernte ich als sehr sozialkompetenten Fotografen kennen. Er nahm sich für jeden einzelnen genügend Zeit, stellte kritisch Fragen zum ausgewählten Motivausschnitt ohne die Arbeit als „schlecht“ zu bewerten. Er lässt Raum für die eigene Kreativität zu und bringt Anstoss zum Weiterdenken. Der Tag mit Christoph und den Teilnehmern hinterlässt einen spürbar kritischeren Blick auf meine Bilder. Christoph’s immer wieder gestellte Frage: „…brauchst du so viel Himmel?“ stelle ich mir mittlerweile auf vielen meiner Fotos. Es hinterlässt auf keinen Fall den Eindruck, meine Bilder seien schlecht, aber in einigen Situationen würde ich nach dem Kurs anders ablichten. Die von Christoph immer wieder betonte Weite versuchen anders darzustellen. Dynamik in das Bild einzubauen, so dass der Betrachter sich nicht nur als Betrachter fühlt. Es ist auf jeden Fall keine leichte Aufgabe, aber mit dem Wissen ein sicherlich lohnenswerter Versuch für die Zukunft.

Fazit: Ein Kurs bei Foto Zumstein mit Christoph Bürki kann ich nur wärmstens empfehlen! Der Kurs rief bei mir immer wieder diesen „aha“ Effekt aus und ich konnte noch viel dazulernen. Es wird sicher nicht der letzte Kurs gewesen sein, den ich bei Christoph besuchen werde. Unter foto-zumstein sind die einzelnen Kurse buchbar.

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